Archiv für die Kategorie ‘nursonurso’

Einanderwaffeleisen

September 3, 2009

waffeleisenMehrere Quadratkilometer Wand hab ich in den letzten Wochen in verschiedenen Farben gestrichen, unngefaehr 1000000 Kisten und Moebelstuecke geschaetzte 9568 Stufen rauf und runter getragen. Allerdings nicht eine einzige Waschmaschine…

Als waere es nicht schon Belohnung genug, dass saemtliche meiner Baender beim Umzugmarathon intakt geblieben sind, wurde ich auch noch mit diesem Waffeleisen beschenkt.

Damit ist klar, dass meine Einweihungsparty kein hemmungsloses Besaeufnis werden wird, sondern ein gepflegtes Kaffeekraenzchen.

Solidarpakt

August 9, 2009

hbfHH

Als Harald Schmidt noch kabarettistisch tätig war, erzählte er die Geschichte der stark christlich orientierten Laienschauspielgruppe Palmwedel, die den Goldenen Zeigefinger beim Festival für engagierten Diletantismus gewonnen hätte. Ihr Beitrag spielte in einer Straßenbahn, Hauptakteure waren der türkische Gastarbeiter, der alte Nazi und die Waldorfschülerin.

Metronom Hamburg – Bremen. Mir gegenüber sitzen eine Mutter und ihre ca. 10jährige Tochter. Mutter trinkt eine Dose Beck’s (weshalb sie im restlichen Verlauf nur noch als Becksmutter bezeichnet werden wird), Tochter spielt Nintendo. Eine Dame Anfang 50 setzt sich zwei Plätze neben mich, sondiert die Lage, lächelt mich unsicher an.

Kaum verlassen wir den Hauptbahnhof streikt der Nintendo-Akku. Die Becksmutter kommentiert dies mit den Worten „Oh, das tut mir aber leid, dann musst du dich wohl mit mir unterhalten“. Sie wiederholt den Satz mehrfach. Das tut sie mit den meisten ihrer Äußerungen (im weiteren Verlauf bitte selbsttätig dazu denken). In Harburg angekommen steigen eine weitere Mutter und ihr ca. 2 Jahre alter Sohn ein und setzen sich neben mich.

Desweiteren betreten diverse Punks die Bühne. Einer setzt sich auf die Treppe. Mit geschlossenen Augen brüllt er „Wann sind wir endlich in Bremen? Will schlafen!“. Von irgendwo kommt die Antwort „in 1 1/2 Stunden“. Auch diese Konversation (mit angepasster Reiserestdauer) wird noch häufiger auftreten (bitte nach Belieben gedanklich einfügen). Ein Pärchen aus der Punkgruppe lässt alle Mitreisenden an ihrer Trennung und der darauffolgenden Versöhnung teilhaben. Hauptstreitpunkt ist, wer wen angespuckt hat. Und wer von den beiden sowieso ein dummes Arschloch ist.

Der 2jährige neben mir hat eine spezielle Leidenschaft: die Toilette. Der Rest der Reise wird davon geprägt sein, dass der Kleine mit starker Verzweiflung das Wort „lette“ schreit, während seine Mutter (erfolglos) versuchen wird, ihn davon abzubringen, kaum am Sitzplatz wieder angekommen, zurück auf die Toilette rennen zu wollen.

In Buchholz kommt erneut die Frage auf, wielange es wohl noch dauert, bis der Zug in Bremen ankommt. Da von den 1 1/2 Stunden eher wenig vergangen ist, gefällt dem Treppenpunk die Antwort nicht besonders gut. Er trinkt einen Schluck aus einer Flasche und spuckt seinen Mundinhalt auf den Boden.

Wir fahren eine Weile weiter im heiteren Gepöbel des Punkpärchens, dem Versuch der Becksmutter ihre Tochter zur Konversation zu animieren, dem Frage-und-Antwort-Spiel des Treppenpunks und dem Lette-Geschrei des jüngsten Akteurs. Langsam gewöhne ich mich an den Lautstärkepegel und nicke ein.

Unvermittelt schreit die Becksmutter ihre Tochter an, dass sie nicht so eine Fresse ziehen solle, sonst könne sie gleich wieder zurückfahren. Das Niedersachsenticket gelte noch den ganzen Tag, sie könne also sogar mehrfach hin und her fahren. Denn auch in Hamburg würde ihr mit dieser Laune die Tür nicht geöffnet werden. Desweiteren seien die neuen Klamotten, die der (geschiedene) Vater mit ihr zusammen gekauft hat, scheiße und würden ihr zudem auch überhaupt nicht passen. Die Laune der Tochter bessert sich durch diese Ansprache eher wenig.

Die Dame Anfang 50 rutscht auf ihrem Sitz herum und fühlt sich sichtlich unwohl.

Die Lette-Rufe werden lauter und die verzweifelte Mutter greift zum letzten Mittel: Willst du Schokolade? Aber nicht mal das klappt.

Da geschieht unerwartetes. Es kommt einer der Punks auf uns zu und kniet vor dem Kleinen nieder. Sofort herrscht totale Stille, alles blickt gespannt auf die Szenerie. Mit sanfter Stimme sagt er: „Was schreist Du denn so? Du hast doch noch gar keinen Grund. Die Scheiße kommt doch erst später im Leben!“ Seine Worte verfehlen ihre Wirkung nicht. Dem Kleinen verschlägt es die rudimentäre Sprache. Allerdings nur einige Minuten lang. Aber auch eine zweite Ansprache des Punks mit ähnlichem Inhalt sorgt für eine kleine Lärmschutzzone. Diesmal etwas länger anhaltend, weil er seinen Hund mitnimmt und zum Streicheln anbietet. Die Spannung löst sich und langsam setzt wieder Gemurmel ein.

Der Kinderpunk nutzt die Gunst der Stunde und fragt, ob es irgend jemanden stören würde, wenn er eine Zigarette rauchte. Es kommt nur leises Murren von der Becksmutter. Zwar haben gerade alle erlebt, dass er ein lieber Kerl sein kann – herausfinden, wie sich Nikotinentzug bei ihm bemerkbar macht, will wohl aber doch keiner.

Eine Weile später kommt die Schaffnerin. Die Punks verschwinden zügig in die entgegengesetze Richtung. Einen habe sie schon erwischt, lässt sie uns stolz (und ungefragt) wissen. Den Rest bekomme sie auch noch. Das ginge so nicht, sei immer das gleiche und ähnliches erzählt sie, während wir brav unsere Fahrkarten zeigen. Sie schnüffelt und sagt „Das ist doch Rauch! Haben die hier geraucht?!“ Sie blickt auf uns, die sie für rechtschaffen und ehrlich hält.

Wieder passiert unerwartetes, was in mir ähnliche Freude auslöst wie die erste Überraschung. Niemand sagt etwas. „Die haben doch geraucht!“ versucht sie es noch einmal. Alle zucken mit den Schultern oder brummeln was von „nix gesehen“. Enttäuscht zieht die Schaffnerin weiter.

Menschlichkeit ist machbar, schloss Schmidts Palmwedeltruppe als der Gastarbeiter dem alten Nazi bei der Fahrkartenkontrolle seine gefälschte Monatskarte zuschiebt und die Waldorfschülerin dazu tanzt.

Getanzt hat im Metronom zwar niemand – ähnlich viel Spaß wie Schmidts Publikum hatte aber mindestens eine Person im Zug.

Umzugskatz

August 3, 2009

erichUmzugÄhnlich wie sein großes Vorbild muss auch Erich sich an ein neues Zuhause gewöhnen.

Da er sich bei der Nachmietersuche wesentlich konstruktiver angestellt hat als Mutz, durfte Erich seinen Umzugkarton inzwischen schon wieder verlassen …

LSD-Duschkopf

Juni 23, 2009

duschkopfWenn man Geburtstag hat, kann man Glück haben und schöne Geschenke bekommen. So wie ich dieses Jahr.

Nachdem ich meinen letzten Geburtstag zwecks Horizonterweiterung im Tanztheater verbrachte, bekam ich dieses Jahr einen Duschkopf zur Bewusstseinserweiterung.

Ich kenne Menschen, die meinen, man könne nicht ohne iPhone leben; ich weiß von Leuten, die sich einbilden, man benötige eine zweistellige Anzahl von Schuhpaaren; ich hörte von Wesen, die glauben, elektrische Zahnbürsten seien unverzichtbar – alles Blödsinn! Man braucht einen Duschkopf, der in verschiedenen Farben leuchtet! Und eine gute Creme, um die aufgeweichte Haut wieder zu besänftigen…

Dank an alle, die mitgeschenkt und mitgefeiert haben!

Zwei-Euro-Job

Januar 30, 2009

garderobe

Heute ermöglichte mir mein wunderbarer Arbeitgeber mal wieder, mich einer Herausforderung zu stellen, die mein Arbeitsvertrag so nicht vorsieht.

Im Rahmen der bekannten und beliebten ForWind-Vortragsreihe übernahm ich die Garderobenaufsicht.

Während sämtliche anderen Teilnehmer den doch wohl etwas ausschweifenden Vortag über sich ergehen ließen, kam ich in den Genuss der Oldenburger Musikschule, die ein Stockwerk höher mit massivem Blockflöteneinsatz wieder und wieder die liebliche Weise Kuckuck, Kuckuck ruft’s aus dem Wald probten.

Da der Referent ein wenig länger brauchte als vorgesehen, kenne ich nun auch den Lebenslauf der Cateringangestellten, den Verlauf der letzten Woche des Hausmeisters sowie die Grundlagen des Gebäudemanagements des Veranstaltungshauses („binationale Gruppen immer nur bis 22 Uhr“).

Lohn der Arbeit: 2 Euro Trinkgeld – weiß gar nicht, ob ich die als Angestellte des Öffentlichen Dienstes versteuern muss.

Neujahr

Januar 2, 2009

glatt

Mit ein bisschen Phantasie kann man den Neujahrsgruß der VWG erkennen, für diejenigen ohne Vorstellungsvermögen: Betrieb wegen Glätte eingestellt.

Überflüssig zu erwähnen, dass ich meinen (Fuß)Weg nach Hause zu großen Teilen auf der Fahrbahn zurückgelegt habe, da es der einzige eisfreie Teil der Straße war.

Frohes Neues Jahr!

Küche 2.0

November 19, 2008

spuel

grmph!

November 16, 2008

kaputt

Radiocaching

September 27, 2008

Es soll immer noch Menschen geben, die den Deutschlandfunk für langweilig halten. Hier ein weiterer Gegenbeweis: Der Deutschlandfunk bietet am 4. Oktober reales und virtuelles Geocaching in Berlin.

Während man sonst beim Cachen meist fast leeren Filmdosen hinterherjagt, kann man dabei sogar iPods gewinnen.

Computerkatz

August 5, 2008

Erich scheint ein echter Informatikkater zu sein. Jedenfalls kann er viel Zeit damit verbringen, gebannt auf den Bildschirm zu starren und herauszufinden, ob es nicht doch ein Touchscreen ist. Auch kurze Pausen werden in unmittelbarer Rechnernähe verbracht.

Inzwischen hat er allerdings herausgefunden, dass sein im Photo abgebildeter Liegeplatz mich gar nicht beim Tippen stört, weshalb er jetzt vorzugsweise vor der Tastatur Platz nimmt.

Jetzt reicht es aber mit den Katzenblogeinträgen!