Ähnlich wie sein großes Vorbild muss auch Erich sich an ein neues Zuhause gewöhnen.
Da er sich bei der Nachmietersuche wesentlich konstruktiver angestellt hat als Mutz, durfte Erich seinen Umzugkarton inzwischen schon wieder verlassen …
Ähnlich wie sein großes Vorbild muss auch Erich sich an ein neues Zuhause gewöhnen.
Da er sich bei der Nachmietersuche wesentlich konstruktiver angestellt hat als Mutz, durfte Erich seinen Umzugkarton inzwischen schon wieder verlassen …
Als wäre nix gewesen, putzt sich der feine Herr in der Küche das Fell – dabei liegen zwei Tage hinter ihm, die wohl nur die Härtesten seiner Gattung überstehen können.
Erich war verschwunden – während ich in dieser Zeit bei der Suche nach ihm völlig neue Ecken meiner Nachbarschaft kennengelernt habe, hat er, so scheint es, nur den Nachbarkeller genauer inspiziert. Glücklicherweise übt der kluge Kater das klägliche Maunzen jeden Morgen, um mir und allen Nachbarn seinen Hunger kundzutun. Nach zwei Tagen schien ihm dieses probate Mittel der Aufmerksamkeitserhaschung wieder eingefallen zu sein – die Bergung war nur noch eine Sache von Sekunden.
Dass die Kellertür einen halben Tag lang offen stand, bleibt zu Erichs Gesichtswahrung unerwähnt.
Erichs Ruf ist nicht der des ganz großen Draufgängers – es soll sogar Menschen geben, die ihn für einen Feigling halten. Besonders im direkten Vergleich mit dem Kollegen Mutz wirkt er doch eher etwas vorsichtiger.
Es wird Zeit für ein bisschen Imagepflege: Sehet den mutigen Kater, wie er todesverachtend in schwindelnder Höhe irgendetwas jagt, was außer ihm niemand sieht.
Ein Kater, der tut, was ein Kater tun muss…
Erich ist krank.
Dankenswerterweise hat der Tierarzt meines Vertrauens eine Samstagsprechstunde. Nach Fiebermessung und einigen intimen Fragen lautete die Diagnose auf Darminfekt. Erich kam daraufhin in den Genuss von einigen Millilitern Subkutan und ich erhielt eine Schulung im Katzenfutter kochen.

So bin ich denn nun im Besitz eines Pürierstabs – ein Utensil, das nach meiner Überzeugung niemand auf der Welt braucht (abgesehen von ein paar militanten Suppenfanatikern vielleicht). Zur Herstellung von Reisschleim ist er unerlässlich.
Der Einkauf von Putenfleisch gestaltete sich schwierig: Geflügel bei uns nur SB! Hä?! In der Kühltruhe! (dies möglichst genervt von der allgemeinen Kundendummheit und von meiner im speziellen sprechen). Dort fund ich unter Tonnen von Schweinebraten noch ein verlorenes Paket Putenbrust – sollte Erichs Darm demnächst wieder seine Tätigkeit aufnehmen, wird er sich vermutlich als erstes mit Salmonellen auseinandersetzen müssen.
Mit allem ausgerüstet, was nötig ist, um Erichs Magen-Darm-Trakt zu retten, schritt ich zur Tat und kochte einen heiteren Topf voll mit Reisschleim-Hüttenkäse-Putenmelange, von der Erich schon zwei Portionen verputzt hat – verbuche das als persönlichen Triumph über Whiskas, Felix und den Rest der Katzenfutterindustrie.
Erich scheint ein echter Informatikkater zu sein. Jedenfalls kann er viel Zeit damit verbringen, gebannt auf den Bildschirm zu starren und herauszufinden, ob es nicht doch ein Touchscreen ist. Auch kurze Pausen werden in unmittelbarer Rechnernähe verbracht.

Inzwischen hat er allerdings herausgefunden, dass sein im Photo abgebildeter Liegeplatz mich gar nicht beim Tippen stört, weshalb er jetzt vorzugsweise vor der Tastatur Platz nimmt.
Jetzt reicht es aber mit den Katzenblogeinträgen!