Auch wenn der HSV nicht meine Lieblingsmannschaft ist, erfüllt es mich mit großer Freude, dass sich meine Heimatstadttreue nach Spott und Hohn, die ich den Tag über für meinen Tipp einstecken musste, auszahlt!
Vivat!
Auch wenn der HSV nicht meine Lieblingsmannschaft ist, erfüllt es mich mit großer Freude, dass sich meine Heimatstadttreue nach Spott und Hohn, die ich den Tag über für meinen Tipp einstecken musste, auszahlt!
Vivat!

Was tut der Fußballfan, wenn die deutsche Mannschaft in der Todesgruppe B das entscheidende Spiel gegen den Angstgegner Österreich vor sich hat? Natürlich, er begibt sich zum public viewing in die Gesellschaft von Leidensgenossen, um gebannt dem Treiben auf dem Rasen zu folgen und um Erfolg und Niederlage nicht allein feiern oder erleiden zu müssen.
So weit die Theorie. In der Praxis war ich umringt von Menschen, die sich für kaum etwas weniger interessiert haben als für das Fußballspiel, sich aber dafür begeistern konnten, mit Deutschlandfahnen die Leinwand zu verdecken und auf Geheiß der Animateur-Stimmungskanone (den alten Fußballklassiker?) „Humpa-humpa-humpa-tätärä“ zu grölen oder wahlweise aus eigenem Antrieb die Gegner zu beleidigen.
Der nachfolgende Autokorso, der sich mehr nach Titelgewinn als nach einem 1(!):0-Sieg über Österreich(!) anhörte, zementierte meinen Eindruck, dass es egal ist, ob auf der öffentlichen Leinwand die Europameisterschaft im Fußball oder im Murmelspiel gezeigt wird.
Public viewing für mich nur noch bei Knüllerspielen wie Färöer gegen San Marino.
Trotz Unterstützung durch tapfere Duplo- und Hanuta-Esser fehlt mir zum Start der EM noch das ein oder andere Bild auf meinem Sammelposter.
An die Mitesser: Kevin Kuranyi, Simon Rolfes, Arne Friedrich und der Bundesjogi sind die weißen Flecken auf dem Poster!
Muss dringend eine Kampagne für Bilder in kinderSchokolade ins Leben rufen, um mir die Bilder selbst erfuttern zu können…
Was bedeutet eine Fußball-EM für eine Krankenkasse? Viele Menschen gucken Fernsehen, essen Chips, trinken Bier und brauchen für die Spätschäden Millionen aus dem Krankenkassenetat. Sowas ähnliches muss die BKK befürchten und hat, um das Unheil abzuwenden, – vermutlich Millionen – in die Entwicklung, Herstellung und Verteilung einer EM-Broschüre investiert.
Schon im Vorwort wird scharfsinnig festgestellt, wie leicht gutgemeinte Geleitworte “ – im schlimmsten Fall – ungewollt für Erheiterung sorgen“ können.
Um ihre Mitglieder zur Bewegung zu animieren, hat die BKK einige Vorschläge parat, z.B.
Die Kombination von Marsch und Sieg scheint mir immer etwas schwierig, im Zusammenhang mit Österreich wird es dann wirklich gewagt…
Den Abschluss der Broschüre bilden Snacktipps. Marschieren macht bekanntlich hungrig. Den größten Vorteil der doch stark gemüselastigen Happen sehen die Verfasser allerdings darin, dass diese nicht so salzig seien und daher weniger Durst verursachten. Folgerung der BKK: „So wird sich auch der Bierkonsum einschränken lassen“. Ein Glück!
Ein Hoch auf die Wiedervereinigung!
Es hat mehr als 10 Jahren und einen Aufstieg in die Oberliga gedauert, bis ich mich für den ortsansässigen Fußballclub VfB Oldenburg begeistern konnte. Dafür jetzt umso mehr und zudem mit einer blitzsauberen Bilanz: Noch nie hat der VfB etwas anderes als gewonnen, wenn ich im Stadion war. Daraus erwächst natürlich auch eine gewisse Verpflichtung… zumindest hat mich die Euphorie dazu bewogen, meinen Fangeist öffentlich zu bekunden:

Es sei ausdrücklich daraufhingewiesen, dass ich den Pin schon in der Halbzeitpause gegen Holstein Kiel erwarb, als wir(!) noch 1:2 zurücklagen.
Fußball ist, wenn 22 Frauen dem Ball hinterherlaufen, und am Ende gewinnen immer die Deutschen.
Nicht nur der beste Verein von allen ist aufgestiegen, sondern auch der VfB Oldenburg. Der allerdings erstmal in die Oberliga.