Archiv für Oktober 2009

Eine Frage des Standpunktes

Oktober 30, 2009

freimarktKl

Das Kraftwerk am Rande der Stadt

Oktober 22, 2009

ersteHilfeKl

Um mich von meinen Suenden reinzuwaschen, bin ich Mitglied der Malteser geworden und arbeite an meinem Ablass, indem ich Erste-Hilfe-Wissen im Volk verbreite.

Ich weiss nicht, wodurch ich aktuell Schuld auf mich geladen habe, aber sie muss einigermassen gross gewesen sein, denn der Herr – verkoerpert durch die Ausbildungsleitung – schickte mich zu einem Energieversorger in die ostfriesische Provinz.

Die erste Pruefung war der Sicherheitstest, bei dem nicht die Fragen („Wann darf man hier Alkohl trinken? a. in der Mittagspause, b. immer und ueberall, c. ueberhaupt nicht“), sondern die Blicke der angsteinfloessenden Pfoertnerin in meinem Nacken das Schwierigste waren. Mit viel Glueck waehlte ich die richtigen Antworten und konnte mich so unbeschwert darueber freuen, dass die Empfangsdame im vorangegangenen Sicherheitsbelehrungsfilm konsequent als „der Pfoertner“ bezeichnet wurde. Was aber auf den ersten Blick auch gar nicht so falsch war…

Im Wasserhaus des Kraftwerks verbrachte ich den Tag in einer Ecke liegend als Stromschlagopfer mit gebrochenem Bein und staendig wechselnden Bewusstseinslagen. Waehrend ich von einer Ohnmacht in die naechste fiel, wurde sich mal liebevoll, mal rustikal um mich gekuemmert, meine Wangen getaetschelt bis geohrfeigt, an meinen Schultern oder auch dem gebrochenen Bein geruettelt und mein Kopf ueberstreckt bis ausgerenkt. Dabei wurde ich dann auch fuer mein Lachen ueber die Pfoertnerin bestraft, denn eingeleitet wurde jedes Auffinden meiner Person mit den Worten: „Da liegt einer. Was hat denn der?“.

Fazit des Tages: Sollte ich merken, dass sich eine Ohnmacht ankuendigt, werde ich sofort nach Emden ins ortsansaessige Kraftwerk fahren – da bin ich in den besten Haenden. Gegen die Nierenentzuendung, die ich mir vermutlich auf dem kalten Betonboden eingefangen habe, helfen Lebensrettende Sofortmassnahmen nur bedingt.