Als wäre nix gewesen, putzt sich der feine Herr in der Küche das Fell – dabei liegen zwei Tage hinter ihm, die wohl nur die Härtesten seiner Gattung überstehen können.
Erich war verschwunden – während ich in dieser Zeit bei der Suche nach ihm völlig neue Ecken meiner Nachbarschaft kennengelernt habe, hat er, so scheint es, nur den Nachbarkeller genauer inspiziert. Glücklicherweise übt der kluge Kater das klägliche Maunzen jeden Morgen, um mir und allen Nachbarn seinen Hunger kundzutun. Nach zwei Tagen schien ihm dieses probate Mittel der Aufmerksamkeitserhaschung wieder eingefallen zu sein – die Bergung war nur noch eine Sache von Sekunden.
Dass die Kellertür einen halben Tag lang offen stand, bleibt zu Erichs Gesichtswahrung unerwähnt.
